Ein Beispiel für kreative Ideenfindung aus unserem eigenen Unternehmen

Als Design Thinker helfen wir anderen Unternehmen erfolgreich Innovationen zu entwickeln. Aber können wir das auch bei uns selbst? Diese Frage ist der Ausgangspunkt dieser Episode!

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Ganz oft agiert unser Verstand im Alltag wie ein Sicherheitsbeamter: So provoziert und fordert er uns zwar einerseits heraus, andererseits hinterfragt er alles, was wir machen. Dabei haben wir oft selber so viel Wissen und Kompetenz, das wir nicht immer auf externe Berater greifen müssen, sondern auch mal Probleme auf eigene Faust lösen können.

Bei dem Aufbau unseres neuen Design Thinking Spaces in Wien standen wir selbst vor der großen Frage der Finanzierung: Hochwertige Möbel und die richtige Location sind uns für unsere Kunden sehr wichtig, andererseits ist die Beschaffung eben dieser teurer als zuerst gedacht. Traditionelle Wege wie die Aufnahme eines Kredits sind zwar möglich, aber nicht besonders kreativ. Ein guter Zeitpunkt also, um das eigene Wissen und die eigene Kompetenz, die wir täglich anderen näherbringen, selbst auf die eigenen Fragestellungen anzuwenden.

Wie im Design Thinking üblich haben wir zunächst mit dem Einfühlprozess begonnen und uns überlegt, wer unsere Kunden sind. So sprechen wir bei der Vermietung des Design Thinking Spaces vor allem Unternehmen und andere Trainer und Berater an, die einen Ort außerhalb der eigenen Komfortzone suchen, um bewusst neue Wege zu finden und die Perspektive zu erweitern. Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie wichtig bei einem Ort die Erreichbarkeit und auch der Wohlfühlfaktor ist. Um aber nicht in die eigene Falle zu tappen und sich die Dinge selbst schön zu reden, haben wir dafür zunächst Kundeninterviews und Beobachtungen durchgeführt. Was ist unseren potentiellen Kunden wirklich wichtig, was vermissen sie bei den momentanen Innovationsräumen, was funktioniert gut und was weniger? Dabei hat sich herausgestellt, dass es tatsächlich einerseits der Ort selbst, aber andererseits auch die Wahl der Möbel ist, die den Unterschied macht. Nun ging es zu Schritt 2, der Suche nach der persönlichen Lösung...

Um die Frage nach der Finanzierung unserer Möbel zu beantworten, haben wir unseren Aufmerksamkeitsfilter bewusst ausgeschaltet und einen ungewöhnlichen Ort zur Ideenfindung gesucht: Unseren Frisör. Denn nirgends sonst gibt es so viel Ablenkung finden wir so viel Ablenkung wie dort.

Gerade im Design Thinking finden sich die wirklich guten Ideen in der Quantität, nicht in der Qualität. Denn die Ideenfindung ist immer eine Explorationsphase. Es ist also wichtig, für alle Ideen und Möglichkeiten offen zu sein. Probleme entstehen, wenn Teammitglieder glauben, dass sie die guten Ideen aus den Nicht-So-Guten herausfiltern müssen, weil sie Angst haben, etwas falsch zu machen. Angst ist aber selten ein guter Berater und verhindert den Blick auf die vielen verschiedenen Wege, die es gibt.

Nach vielen Ideen wie Crowdfunding oder der traditionellen Geldbeschaffung wie Kredite, fanden wir eine für uns besondere Lösung in Form der Patenschaft für unsere Möbel. So können Sie unser Inventar verknüpft mit einer besonderen Dienstleistung erwerben.

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