Wie der perfekte Design Thinking Raum aussieht

Räume prägen unser Verhalten und unsere Erfahrungen. Wenn Sie es richtig machen, können Räume sogar zu unternehmerischen Veränderungen beitragen.

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Checkliste für Ihren Design Thinking Raum

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Globalisierung, steigender Wettbewerb und eine wissensbasierte Wirtschaft lassen den Ruf nach Innovation immer lauter werden. Unternehmen versuchen mitzuwachsen, indem sie das Innovationspotenzial ihrer Mitarbeiter maximieren. Um das zu erreichen und die Mitarbeiter zu motivieren, anders zu denken, spielt die richtige Umgebung eine wichtige Rolle.

Räume sind gerade in Sachen Innovation eine nicht zu unterschätzende Komponente, denn sie beeinflussen, wie wir uns verhalten. Unternehmen können mit Hilfe von Innovationsräumen maßgeblich die eigene Unternehmenskultur prägen und Umgebungen schaffen, die in mehrfacher Hinsicht unterstützen. Denn der richtige Raum hilft dabei

  • Silo-Denken zu durchbrechen und Wissensnetzwerke aufzubauen
  • Ein Bewusstsein zwischen Menschen aus verschiedenen Abteilungen zu entwickeln, das den Austausch von produktiven Ideen vereinfacht.
  • Nähe zu schaffen und geplante als auch ungeplante Treffen zu erleichtern.
  • Den Kommunikationsfluss zu beschleunigen und dadurch einen aktiven Austausch von Informationen ermöglichen.

An diesen Punkten erkennen Sie, ob ein Raum Design-Thinking-Qualitäten mitbringt:

  • Gemeinsam alleine

Gute Ideen leben von der Mischung aus Teamwork und individueller Arbeit. Werden in gemeinsamen Meetings Ideen entwickelt, braucht es manches Mal den Raum, um alleine daran weiterzuarbeiten und zu durchdenken. Ein guter Innovationsraum unterstützt beide Facetten.

  • Symbolischer Arbeitsplatz

Es nützt der schönste Raum nichts, wenn darin das Werkzeug fehlt, um tatsächlich zu innovieren. Achten Sie deshalb vor allem darauf, dass die nötigen Ressourcen für die Arbeit bereitstehen.

  • Unauffälliges Design

Intelligent aufgebaute Innovationsräume schreien nicht in schrillen Farben, sondern sind vor allem so organisiert, dass die Funktionalität maximiert wird. Die Fähigkeit, den Raum den Zweck des Projektes anzupassen, ist eine wichtige Schlüsselkomponente.

  • Sicherer Risikobereich

Risiko ist in Sachen Innovation ein ganz wesentlicher Aspekt – wir müssen einfach Risiken eingehen, um neue Gebiete zu erkunden. Menschen suchen aber nach Sicherheit, um sich vorzuwagen. Ein guter Innovationsraum bietet solch ein sicheres Umfeld. Wenn Sie genügend Platz zur Verfügung haben, richten Sie am besten einen eigenen Ort für Innovation ein. Fehlt aber diese Ressource, lässt sich mit ein paar Handgriffen schnell die passende Umgebung schaffen. Nutzen Sie viele Haftnotizen, arbeiten Sie bewusst mit Farbe, räumen Sie Tische raus, die wie Matronen wortwörtlich im Weg stehen.

  • Größe

Bei Räumen macht definitiv die Größe den Unterschied. Denn nicht nur Menschen brauchen Platz. Auch Whiteboards und die Prototyping-Materialien nehmen Raum ein. Wenn sich nun Menschen aneinander vorbeiquetschen müssen, werden Nerven strapaziert und die Dynamik beschnitten. Wenn Kreativität Sie trifft, muss der Weg frei sein ...

  • Licht

Neben der Größe ist auch das Licht ein wichtiger Punkt. Je mehr natürliches Licht in einen Raum fällt, umso besser. So sorgt selbst an einem bewölkten Tag eine gute Portion Tageslicht sofort für eine ruhige und komfortable Atmosphäre. Und je mehr Fenster Sie haben, desto mehr Sauerstoff können Sie den grauen Zellen zufügen. Der frische Wind stimuliert zugleich auch die Sinne.

  • Temperatur

Wussten Sie, dass die perfekte Temperatur zum Arbeiten an einem Schreibtisch zwischen 22 °C und 25 °C liegt? Gerade bei einer Design Thinking Jam Session kann es schon mal durch die viele Bewegung und das Stehen warm werden. Achten Sie bei der Wahl des Raumes darauf, dass Sie diesen gut klimatisieren und immer wieder temperaturmäßig an die jeweilige Phase anpassen können.

  • Akustik

Nicht nur die Bewegung sorgt für Schwung, sondern auch die Lautstärke. Wenn Menschen ihre Ideen untereinander teilen, kann es mitunter schon mal laut werden. Damit die Lautstärke aber nicht den Raum beherrscht, stellen Sie sicher, dass es innen nicht zu stark hallt – das ist einfach nutzlos und störend.

Die Inneren Werte zählen

  • Tische

Auf erhöhten Tischen lässt es sich einfach besser innovieren. Warum? Weil diese Möbel vor allem für eine aufrechte Körperhaltung sorgen. Und diese hält die einzelnen Teammitglieder wiederum wach und aktiv.

  • Bequeme Komfortzone

Ein bequemer Rückzugsort ist viel wert. Einfach mal zurücklehnen und entspannen, unterstützt die Kreativität mindestens genauso wie das aktive Forschen und Erfahren.

  • Whiteboards und Flipcharts

Whiteboards und Flipcharts stehen immer Mittelpunkt einer Design Thinking Session. Im Idealfall sind sie mobil. Dadurch können sie in einzelnen Phasen und bei Bedarf schnell zu einer Schutzwand umfunktioniert werden.

  • Prototyping-Material

Denken mit den Händen schreit förmlich nach viel Material, um den Ideen Form und Gestalt einhauchen zu können. In einem gut ausgestatteten Innovationsraum findet sich dementsprechend eine breite Palette an Ressourcen, die für jeden zugänglich ist.

Fazit

Um gute Ideen zu haben und zu innovieren, brauchen Menschen einen offenen Geist. Der ideale Design-Thinking-Raum greift diesen Aspekt auf und setzt ihn um - mit viel Platz und Licht, Tonnen von buntem Prototyping-Material in einer inspirierenden Umgebung.

Wenn Sie selbst einen passenden Design Thinking Raum schaffen wollen, laden Sie sich doch meine Checkliste runter und machen Sie sich gleich an die Arbeit. Es zahlt sich aus - versprochen!

Weiterführende Infos

Gewinnspiel
Mein Design Thinking Space in Wien
Podcastepisode DT5: 4x4 Design Thinking, Teil 1
Podcastepisode DT6: 4x4 Design Thinking, Teil 2
Gerstbach, I. (2016): Design Thinking im Unternehmen. Offenbach: GABAL Verlag.

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