DT72 Die KaWa Technik von Birkenbihl

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Die KaWa-Technik steht für "Kreativesanalograffiti Wortassoziationen" stammt von Vera Birkenbihl und bezeichnet eine Technik zum Ideensammeln durch grafische Wort-Bilder. Dabei geht es darum, seine Gedanken zu sammeln und zu Papier zu bringen, bestimmte Begriffe und Ideen rund um diese Begriffe zu assoziieren und miteinander zu verbinden.

Vera Birkenbihl

Die Birkenbihl-Philosophie für gehirn-gerechtes Lernen und Lehren lautet: "Falls das Lernen schwer ist, liegt es an der Methode und falls das Verstehen schwer ist, liegt es an der Vermittlung."
Vera F. Birkenbihl starb bereits am 3. Dezember 2011 nach längerer Krankheit mit nur 65 Jahren. Sie war eine bekannte Management-Trainerin und Vortragende und hat die Lehr- und Lernwelt der letzten vierzig Jahre entscheidend mitgeprägt. Vera F. Birkenbihl entwickelte u.a. das „gehirn-gerechte Lehren und Lernen“ bereits Anfang der Sechzigerjahre. Humor spielte bei ihr eine große Rolle. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass durch sie Humor in der Pädagogik Einzug hielt.

Die KaWa-Technik, Beschreibung

Zunächst wird ein Schlüsselwort identifiziert, das die Aufgabenstellung oder das Problem wiedergibt (wie z.B. Kunden, Markt, Kundenbeziehung, ...). Danach bekommt jeder der TN einen Stift und 90 sek. Zeit, um jeden (wirklich jeden) Buchstaben des Wortes als Ausgangspunkt für eine eigene Wortassoziation zu nehmen (ein Substantiv, Adjektiv oder Verb):

Beispiel: Kunde:
K: Konkurrenz
U: Unterstützen
N: Nachfragen
D: Dienstleistung
E: Erfolg

Die Worte werden beliebig an das Wort geschrieben oder gezeichnet. Wenn genügend Zeit vorhanden ist, ist es von Vorteil, die Worte grafisch aufzubereiten und sie durch Bilder zu ergänzen.

Tipps: Ein KaWa zu einem Begriff wird sinnvollerweise mehrfach wiederholt und über einen längeren Zeitraum gepflegt.

Vorteile

  • Förderung der unbewussten Anteile des Gehirns
  • Entstehung von neuen Lösungsansätzen durch die Wort-Bild-Verbindung
  • Stimuliert gleichermaßen Intuition als auch die Phantasie
  • Ist ein spielerischer Ansatz
  • Dient der Reflexion eines Begriffs
  • Verbindet rationale mit haptischen Elementen

Nachteile

  • Anfangs gewöhnungsbedürftig, vor allem für analytische Denker

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