Anleitung: Den Podcast kostenlos abonnieren
Für Profis: RSS-Feed
Unterstützen Sie den Podcast mit einer Bewertung

Business Origami ist eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Methode, die dabei hilft, Prozesse zu modellieren bzw. bestehende Dienste und Systemen zu verstehen. Es geht darum, ein gemeinsames Verständnis für den Prozess zu entwickeln.

Beim Business Origami werden Papierausschnitte verwendet, die jeweils und für sich verschiedenen Teile eines Systems repräsentieren: Menschen, Standorte und Kanäle, aber auch spezifische Touchpoints und Interaktionen einzelner Szenarien. Diese Systeme werden auf einem Whiteboard so angeordnet, dass die Teilnehmern Beziehungen im System visualisieren können wie z.B. verschiedene Szenarien oder auch die Bewegungen von einem Bereich zum anderen und den Wert, der bei einer Interaktion ausgetauscht wird.

Wie?

Beim Business Origami werden Prozesse mittels Papiermodelle dargestellt. Dazu wird gemeinsam im Team verschiedene Versionen eines Modells gebastelt: Stakeholder, Umgebungen, Technologien etc. Danach werden diese sichtbar für alle auf einem Whiteboard positioniert und die verschiedenen Interaktionen zwischen einzelnen Papiermodellen markiert bzw. mittels Pfeile verbunden. Beschriftung der Pfeile helfen dabei, den Interaktionen Merkmale und Formen zuzuteilen. Dadurch wir gleich von Beginn an gemeinsam in der Gruppe ein bestehendes Modell bzw. das Verständnis über ein bereits bestehendes Modell aufgebaut. Am Whiteboard selber können dann problemlos Anpassungen und Änderungen am System vorgenommen und diskutiert werden.

Warum?

Die Methode unterstützt vor allem eine Optimierung und Modellierung von Prozessen. Aber auch verbesserungswürdige Prozesse, die auf Interaktion basieren, profitieren von dieser Methode. Der physische und visuelle Aufbau macht Veränderungen und Strukuren für alle sichtbar und lädt die Teilnehmer dazu ein, zu interagieren und sich einzubringen.

Was kann schief gehen?

Jede Modellierung eines Systems basiert im Grunde immer auf einer guten Vorbereitung. Fehlt es daran, kommt es sehr schnell zu Fehlern bei der Erstellung des Systems bzw. werden falsche Annahmen hinsichtlich möglicher Lösungen getroffen. Ein anderes Argument geht auch in die Richtung, dass der Fokus zu sehr auf den Papiermodellen liegt, die einfach nicht die echten sind, und dadurch den Blick vom wesentlichen weglenken könnten.

Weiterführende Infos

Modellierung von Geschäftsprozessen mit Peter Gerstbach