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5. Wenn-Dann-Haltung

Um Erfolg zu haben, hilft eines: Setzen Sie sich Ziele. Ob es große oder kleine Ziele sind, ist letztlich egal, denn es sind diese selbstgewählten Meilensteine, deren Erreichung und Erfüllung uns glücklich machen. Wenn wir Ziele erreichen, denken wir uns sofort: Das, was ich mir vornehme, kann ich auch erreichen.

Schwierig wird es erst dann, wenn diese Ziele mit bestimmten Wenn-Dann-Bedingungen verknüpft sind: "Wenn ich doch nur mehr verdienen würde, würde mir der Job mehr Spaß machen." "Wenn ich doch nur mehr Verantwortung hätte, dann würde ich mehr erreichen." Dieses Denken ist ein Trugschluss. Denn, das, was tatsächlich passieren wird, ist folgendes: rein gar nichts. Sobald Sie wirklich mehr verdienen oder mehr Verantwortung haben, sind Sie nicht glücklicher. Sondern der Teufelskreis beginnt von Neuem.

 

Was gegen diesen Denkfehler hilft: Seien Sie dankbar. Vor allem für bereits erreichte Dinge. Es gibt immer jemanden, der höher, besser, schneller ist. Und es ist auch wirklich in Ordnung, dass Sie sich Ziele stecken, die Sie motivieren. Es ist nur so, dass Zufriedenheit nicht bei der Jagd nach etwas entsteht, sondern dann, wenn Sie sich bewusst machen, was Sie bereits alles schon erreicht und geschafft haben - und dafür dankbar sind.

Es hilft auch, wenn Sie sich weniger auf das Ziel und mehr auf das fokussieren, was Sie eigentlich damit erreichen wollen. Denn meist finden Sie so eine alternative Lösung, um das Ziel zu erreichen, manches Mal sogar als Abkürzung.

6. Emotionalisieren

Nicht, das, was sie fühlen entspricht der Realität. Emotionen lassen sich nicht natürlich nicht einfach irgendwie wegdenken, denn sie sind nun mal da. Allerdings sind Gefühle trügerisch und ändern vor allem schnell auch mal die Richtung.

Was gegen diesen Denkfehler hilft: Versuchen Sie bewusst, die Dinge rationaler zu sehen. Checken Sie Ihre Gefühle mit Ihren Gedanken und Wissen gegen. Erst das Wechselspiel dieser beiden hilft Ihnen, die Dinge nüchterner zu betrachten.

7. Fremdziele

Ob Sie es wahrhaben wollen oder nicht: Das Umfeld, in dem wir aufwachsen und in dem wir zur Zeit leben, prägt uns enorm. Indem wir uns mit anderen vergleichen, machen wir uns auch unglücklich. Wenn Sie sich denken, dass andere besser, erfolgreicher oder ungerechterweise zufriedener wären und dieser Vergleich Sie nicht anspornt, sollten Sie schleunigst damit aufhören. Viele Imperative machen einfach unglücklich. Es ist ja auch nicht deren Leben, das wir leben. Es ist das eigene, das wir bestimmen und lenken können.

Was gegen diesen Denkfehler hilft: Machen Sie sich eine ganz einfache Liste, in der Sie alle langfristigen Lebensziele aufschreiben. Was wollen Sie alles in Ihrem Leben erreichen? Gehen Sie dann diese Liste mit einem dicken Rotstift durch und überlegen Sie sich, warum Sie diese Ziele erreichen wollen. Manches Mal sind es gar nicht wir, die diese Ziele haben, sondern andere, die wollen, dass wir dieses und jenes machen.

8. Allwissenheit

Der wahrscheinlich größte Denkfehler von allen besteht aus einer Mischung aus nicht zuhören können und voreingenommen sein. Wenn Sie oft denken "Kenne ich schon", dann sollten Sie kurz innehalten und überlegen, ob Sie vielleicht gerade nur das hören, was Sie hören wollen. Diese selektive Wahrnehmung behindert ungeahnt die Qualität unserer Entscheidungen und Handlungen.

Was gegen diesen Denkfehler hilft: Eine funktionierende Rezeptur besteht darin, dass Sie möglichst oft kritisch reflektieren und Ihre Annahmen selbst hinterfragen.

Weiterführende Literatur

Kahnemann, D. (2016): Schnelles Denken, langsames Denken. London: Penguin Verlag

Frey, U. (2014): Fallstricke: Die häufigsten Denkfehler in Alltag und Wissenschaft. München: C.H. Beck