DT149: Wie du Geschichten erzählst, mit denen du wirklich Menschen (und letztlich dein Ziel) erreichst

Seit den Beginn unserer Sprache erzählen sich Menschen Geschichten, um zu unterrichten und zu unterhalten: Mythen und Sagen, Poesie und Gesang, sogar Politik. Heutzutage wird Social Media genutzt, um Geschichten zu erzählen. Mal mehr, mal weniger gut.

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Das eigentliche Ziel des Storytellings besteht darin, Menschen zum Mitdenken, Mitfühlen zu bewegen. Geschichten werden erzählt, damit wir den Hintergrund besser verstehen.

Die Eigenschaften einer guten Geschichte:

  • informieren

  • unterhalten

  • motivieren

  • eine Verbindung und Identifikation herstellen

  • Verständnis schaffen

Die Heldenreise von Joseph Campbell

Buchtipp: Der Heros in tausend Gestalten (deutsch)

Die drei Elemente

1. Der Protagonist (= der Held).

2. Der Held muss ein Ziel erreichen.

3. Dazu muss er Schwierigkeiten oder Konflikte überwinden. Entweder

a. einen inneren Konflikt: steht sich selbst im Weg, weiß nicht wie er handeln soll.

b. einen persönlichen Konflikt: mit nahestehenden Personen, Eltern, Kinder, Verwandten.

c. einen äußerlichen Konflikt mit der Umwelt, dem Umfeld etc.

Die drei Akte

1. Akt Ausgangssituation: Wo und wann spielt die Geschichte? Was ist der Held für ein Typ?

2. Akt Geschichte: Es gilt ein Ziel zu erreichen: Er kämpft gegen Schwierigkeiten und Konflikte, die zum Teil aussichtslos erscheinen. Aber unser Held kommt zum Ziel.

3. Akt Ende: Alle Fragen sind beantwortet und der Held hat eine strahlende Zukunft vor sich.

Die Heldenreise im Detail

  1. Der Ruf: Plötzlich und unerwartetes Erscheinen einer Aufgabe.

  2. Die Weigerung: Zunächst weigert sich der Held und zögert aus Angst.

  3. Der Mentor: Der Held bekommt einen Mentor an die Seite gestellt.

  4. Der Start der Reise: Der Held überwindet sein Zögern und macht sich auf die Reise.

  5. Die verschiedenen Prüfungen: Es treten Problemen in Form von Prüfungen auf und Auseinandersetzungen, die sich als Kämpfe gegen die eigenen inneren Widerstände und Illusionen erweisen.

  6. Die wichtigste Prüfung: Der Held besteht ganz knapp einen harten Kampf

  7. Die Belohnung: Erreichen des Ziels zumeist in Form eines Symbols/Schatzeines meist symbolischen Schatzes.

  8. Überwindung der zweiten Schwelle: Der Held kehrt in den Alltag zurück.

  9. Der schwierige Rückweg: Auch hier gibt es noch die eine oder andere Prüfung für unseren Held.

  10. Leben in beiden Welten: Der Held vereint das Alltagsleben mit seinem neuen Wissen.

Die verschiedenen Archetypen (neben dem Held)

Ein Archetyp erfüllt eine Funktion für den Helden und erfüllt mehrere Funktionen erfüllen.

  • Der Held ist der wichtigste Archetyp. Er ist sowohl auf der inneren Reise als auch auf der äußeren (lernt sich selbst und die Aufgaben in der Welt kennen)

Die übrigen Archetypen sind vor allem Ableitungen der Heldenfigur und dafür da, die Figur des Helden zu erweitern.

  • Der Mentor: Der wichtigste Wegbegleiter

  • Der Gegenspieler: Alles, was der Held bekämpfen soll, vereint sich in diesem Schatten.

Manche Archetypen spielen nur am Anfang eine Rolle. Das trifft zu:

  • Der Herold, der die Nachricht überbringt über das Problem bringt.

  • Der Schwellenhüter, der den Held zu Beginn testet.

  • Die Gefährten, die oft Gelegenheit zum Lachen geben.

Weiterführende Links

DT18: Storytelling: Die Kunst, Geschichten zu erzählen
Joseph Campell: Der Heros in tausend Gestalten (deutsch)
Joseph Campell: The Hero with the tousand faces (englisch)
Robert McKee: Story: Die Prinzipien des Drehbuchschreibens