DT126: 7 Wege, um aus der Ideenlosigkeit zu finden

Ideenfindung ist alles andere als ein einfacher Prozess. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten und Wege. Einfach zu sagen "wir brauchen eine Menge toller neuer Ideen" ist dabei wenig hilfreich. Der Druck eine Liste mit großartigen Konzepten, die auch den tatsächlichen Bedürfnissen entsprechen, zu entwickeln, macht die Sache auch nicht einfacher.

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Wir haben für Sie erprobte Tipps aus unserer Design Thinking Praxis, die Ihnen den Einstieg erleichtern sollen.

1. Beginnen Sie damit, ein wirkliches Problem zu lösen

Oft beginnen wir Ideen zu entwickeln und umzusetzen, die keinen wirklichen Bezug zum eigentlichen Thema haben. Starten Sie Ihre Ideenfindung, indem Sie sich bewusst fragen, was Sie machen können, um das Leben Ihres Kunden wirklich zu erleichtern.

2. Umgeben Sie sich mit Menschen aus verschiedenen Bereichen

Die Boeing 777 ist insofern einzigartig, als sie in Zusammenarbeit mit verschiedenen Bereichen entwickelt wurde. So wurden diverse Zulieferer, Kunden und Mitarbeiter eingeladen, zusammen an dem Struktur- und Systemdesign des Flugzeugs zu arbeiten. Das führte zu leicht konfigurierbaren Innenausstattungen, mehr verschiedenen Optionen und genialen Wartungsfunktionen wie leicht zu öffnenden Klappen.

3. Entwickeln Sie eine Umgebung, die Kreativität unterstützt

Wir sprechen immer wieder davon, wie wichtig die Umgebung und der Raum für kreatives Denken ist. Aber nicht nur der Raum ist wichtig, sondern auch die Unterstützung durch andere. So hat 3M beispielsweise die berühmte "15% -Regel" eingeführt, die die Forscher dazu auffordert, einen Großteil ihrer Zeit damit zu verbringen, an etwas anderem als ihrem eigentlichen Projekt zu arbeiten.

4. Ermutigen Sie Ihr Team, wilde Ideen zu haben

Nichts hilft der Ideenlosigkeit mehr auf die Sprünge, als wenn Sie die eigenen vier Wände verlassen und die Welt mit offenen Blick durchforsten. Suchen Sie nach Verbindungen und seien Sie neugierig auf alles, was Ihnen dabei begegnen könnte. Wir trauen uns oft in Gruppen nicht, wild und "unsinnig" zu denken. Dabei ist nichts besser, als wenn Sie Ihr Team immer wieder auffordern, neue Ideen zu haben, die überraschen. Dadurch erlauben Sie sich, fernab von jeglichen Konventionen und bestehenden Mustern zu denken und einfach mal frei zu assoziieren.

5. Stellen Sie dumme Fragen

Albert Einstein hatte das Talent, sehr gute Fragen zu stellen, die absurd einfach und irgendwie kindisch waren. So fragte er zum Beispiel, wie es wäre, auf einem Lichtstrahl zu reiten? Diese Frage führte ihn zu seinerRelativitätstheorie. Einstein versuchte durch ständiges Nachfragen, das grundlegende Wesen von Zeit und Raum zu verstehen. Mit Erfolg.

6. Quantität vor Qualität

Pablo Picasso Picasso soll in ein paar Tagen mehrere Gemälde erschaffen haben, während andere Künstler hundert Tage an einem einzigen Gemälde arbeiteten. Das Geheimnis war, dass je mehr er malte, mit Sicherheit etwas dabei herauskommt, das es wert ist, weiterzuentwickeln. Wenn er bei der ersten Ideen geblieben wäre, wäre die vielleicht letztlich nicht gut gewesen. So hatte er die Auswahl, worin er die meiste Energie stecken will.

7. Probieren Sie auch schlechte Ideen aus

Der Zoomer, Palms erstes Produkt, wurde viel zu früh auf den Markt gebracht. Aber mit Absicht. Denn Palm Computing hatte es sich zum Ziel gesetzt, Feedback zu sammeln und dieses dann einzubauen. Das führte zu der Erkenntnis, dass Kunden nicht nach einem multifunktionalen Gerät suchten, sondern eine einfache Möglichkeit, effizient die Termine zu verwalten. Der nächste Versuch, der Palm Pilot, war ein unglaublicher Erfolg.

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