DT114: 3 Methoden, um mit Introvertierten Ideen zu generieren

Mit der richtigen Zusammenarbeit zu den besten Ideen

Das Ziel der Ideengenerieren-Phase ist, neue Möglichkeiten durch neue Perspektiven zu entdecken. Das fordert eigentlich Gruppen dazu auf, gemeinsam zu denken und zu diskutieren. Gar nicht so einfach für leisere Menschen bzw. für Menschen, die es schätzen, in Ruhe denken zu können.

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Ich habe schon einige Artikel rund um das Thema Introvertiertheit geschrieben. Und die Resonanz ist erstaunlich: Meine Aufforderung, dass sich nicht Introvertierte verdrehen sollten, sondern die Unternehmenskultur sich auf die Mitarbeiter einstellen sollten und umgekehrt, führte dazu, dass ich gebeten wurde, ein paar konkrete Methoden aus dem Design Thinking speziell für introvertiertere Gruppen zu erklären. Aber gerne doch: Hier sind meine Top 3!

Was nicht (gut) funktioniert: Brainstorming

In Folge 34 über Brainstorming haben wir die Methode bereits erklärt. Kurz zur Wiederholung: Beim Brainstorming gibt es im Wesentlichen zwei Phasen, die Ideen-Phase und die Ideen-Bewertungs-Phase.

Bei der ersten Phase geht es darum möglichst viele Ideen herauszurufen, die dann der Moderator aufschreibt. Erst danach werden die Ideen bewertet, geclustert, doppelte herausgefiltert und dürfen kritisiert werden.

Methode Nr. 1: Moderationskärtchenkiller

Diese Methode kann viel Zeit in Anspruch nehmen, aber auch die meisten Ideen zum Vorschein bringen. Das Ziel ist, dass jeder Teilnehmer einen ganzen Stapel Moderationskärtchen voll mit Ideen schreibt.

Dazu sollte der Moderator zu Beginn eine Frage stellen und die Gruppe dazu auffordern, dass jeder für sich nachdenkt. Das führt zu einer fast unheimlichen Stille, erlaubt es aber denjenigen, die lieber still denken, genau das zu tun. Wenn alle am Ende des Stapels angekommen sind, werden diese Ideen präsentiert. Ähnliche Ideen werden geclustert, Gedanken oder Assoziationen zu der speziellen Idee hinzugefügt und Themen identifiziert.

Diese Übung hilft auch sehr, Empathie aufzubauen und gemeinsam als Gruppe näher zu bringen.

Methode Nr. 2: Ideas to go

Anstatt Menschen zu bitten, sich in ein lautes Meeting zu setzen, bitten Sie sie lieber, sich einen Slot innerhalb eines Meetings zu blocken und für 5-10 Minuten vorbeizuschauen, um Ideen einzubringen. Das kann zwischen eigenen Meetings, auf dem Weg zu einem Treffen, während des Mittagessens sein. Das gibt den Leuten die Erlaubnis zu kommen und zu gehen, wann es ihnen passt, bewusst dabei zu sein und begrenzt die Anzahl der Stimmen im Raum. Um die Teilnahme noch einfacher zu machen, verteilen Sie die Frage in einer Mail ein paar Tage im Voraus, um den Leuten Zeit zum Nachdenken zu geben.

Methode Nr.3: Der stille Kreis

Bitten Sie jede Person, eine "Wie können wir"-Frage zu stellen und sie im Raum aufzuhängen. Danach geben Sie den Teilnehmern 15 Minuten Zeit, dass sie herumgehen, die Fragen durchlesen und ihre eigenen Gedanken und Ideen darauf zu schreiben. Wenn die Zeit abgelaufen ist, kehren alle zu ihrer eigenen Frage zurück und lesen die neuen Ideen.

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