4 Gründe, warum Sie unbedingt das machen sollten, was Sie sagen, das Sie tun

Ich erlebe das relativ häufig: Dass jemand sagt, dass er oder sie sich meldet und es dann nicht tut. Oder dass jemand sich an einem Projekt beteiligten wird, und es nicht tut. Dass jemand sagt, dass etwas Wichtiges zu einer bestimmten Zeit fertig sein wird und das dann nicht so ist. Wie denken Sie über solche Menschen und Situationen?

Bevor wir besprechen, warum es so wichtig ist, das Wort zu halten, lassen Sie uns kurz einige Gründe dafür untersuchen, warum wir das nicht tun. Wenn Sie ein Mensch sind, der nicht das tut, was Sie sagen und versprechen, gibt es für gewöhnlich zwei verschiedene Gründe, die hinter einem solchen Verhalten stecken können:

1. Wenn Sie jemand bittet, etwas zu tun, sagen Sie ja. Haben Sie schon mal in sich hineingefühlt, wie sich das anfühlt? Haben Sie dann Angst vor einer möglichen Enttäuschung? Sagen Sie ja, obwohl Sie es gar nicht wollen?
2. Sagen Sie ja, weil Sie wirklich auch Ihr Wort halten wollen, aber irgendwie nicht dazu kommen? Oder es gibt vielleicht eine Art inneren Widerstand in Ihnen, der es einfach nicht will, weil er Angst hat, er könnte kontrolliert werden?

Ich lege in meiner Beratung viel Wert darauf, dass die Kunden bewusst Verantwortungen für einzelne Punkte übernehmen. Es ist spannend, wie die einzelnen Personen auf solche Aufforderungen reagieren. Einige Personen scheinen immer ja zu sagen, weil sie seine Bitte als Aufforderung wahrnehmen und Angst vor der Reaktion der anderen hat, wenn sie nein sagen würde. Bei anderen übernimmt ein resistenter, verletzter Teil von einer anderen Person das Sagen, der vielleicht früher kontrolliert wurde und findet Gründe und Ausreden, warum es dann doch nicht geht.

In vielen Projekten ist es für die Beteiligten frustrierend und nicht selten wird der eine oder andere wütend. Das führt wiederum dazu, dass noch mehr Angst und Widerstand aufgebaut wird. Die Stimmung wird dann merklich schlechter und eine Art interner Machtkampf entsteht. Die Lösung liegt in meinen Augen, dass Personen bewusst Verantwortung für sich und Ihr Tun übernehmen sollten, anstatt zu versuchen, den anderen zu kontrollieren oder sich der Kontrolle zu widersetzen.

Vier Gründe zu tun, was Sie sagen, dass Sie tun werden

1. Vertrauen und Zuverlässigkeit

Ich bin sehr skeptisch gegenüber Menschen, die ihr Wort nicht halten. Wenn mich jemand mehrmals im Stich lässt, weiß ich, dass er oder sie nicht zuverlässig ist. Gerade in meiner Arbeit als Berater ist es wichtig, dass ich mich auf Menschen verlassen kann. Ich verbringe viel und intensiv Zeit mit Ihnen. Ich habe aber gelernt zu akzeptieren, wenn jemand sein Wort nicht hät. Aber wichtige Beziehungen gedeihen nunmal auf Vertrauen.

Vor Jahren hatte ich einen Kollegen, der mir ständig sagte, dass er etwas zu einer bestimmten Zeit erledigen würde und das oft nicht tat. Wir arbeiten nicht mehr zusammen, weil es mir wichtig ist, dass ich mich auf den anderen verlassen kann. Während mein gegenwärtiger Partner, den ich verehre, die Dinge nicht immer pünktlich erledigt, weiß ich, dass das nichts mit Widerstand oder Angst zu tun hat. Er versucht sein Bestes, um alles zu tun, was er sagt. Seine Fürsorge und seine Integrität machen den Unterschied für mich aus.

2. Integrität

Für mich ist das, was ich sage, was ich tun werde, eine Frage der Integrität. Ich würde mich nicht gut fühlen, wenn ich mein Wort nicht halten würde. Mein Wort bedeutet mir etwas - ich nehme es nicht leichtfertig. Überlegen Sie mal bewusst, ob und wenn nein warum Ihnen es nicht so wichtig ist, dass Sie Ihr Wort halten.

3. Respekt

Ich verliere den Respekt vor Menschen, deren Wort ihnen nichts bedeutet. Am Ende fühle ich mich manipuliert, wenn jemand sagt, dass er etwas tun wird und es dann nicht tut. Natürlich ist es wichtig, gerade am Anfang einen gewissen Spielraum und vor allem Zeit zu geben. Oft gibt es ja durchaus gute Gründe, warum jemand etwas nicht getan hat, was er oder sie gesagt hat. Aber wenn es immer wieder passiert, akzeptiere ich, dass ich mich nicht auf sie verlassen kann und mein Respekt vor ihnen sinkt.

Wenn Sie von anderen respektiert werden wollen, lernen Sie ja zu sagen, wenn Sie ja meinen, und nein zu sagen, wenn Sie nein meinen. Lassen Sie nicht zu, dass Ihre Angst vor Ablehnung einer vertrauenswürdigen Beziehung im Weg stehen könnte.

4. Selbstwert

Wir können uns nicht wertig fühlen, wenn wir uns selbst enttäuschen, indem wir andere im Stich lassen. Menschen, die sich nicht an ihr Wort halten, halten oft nicht viel von sich selbst. Sie behandeln sich selbst oft nicht sehr integer. Ist Ihnen der Widerstand wirklich wichtiger als Ihr Selbstwertgefühl? Selbstwertgefühl ist das Ergebnis vom Umgang mit uns selbst und mit anderen - in Verbindung mit Fürsorge und Respekt.

Stellen Sie doch mal folgende Überlegungen an:

  • Menschen, die Ihnen folgen, glauben an Sie.
  • Nachhaltiger Geschäftserfolg basiert auf Beziehungen und "sozialem Kapital". Wie viel Sozialkapital haben Sie Ihrer Meinung nach, wenn Sie Ihre Versprechen nicht einhalten?
  • Einer der wichtigsten Bestandteile von Erfolg ist Teamarbeit. Teamarbeit wiederum ist abhängig von Vertrauen und Vertrauen ist abhängig von dem, was Sie sagen, dass Sie tun werden.
  • Jeder Mitarbeiter trägt viel zur Kultur des Unternehmens bei. Sie haben die ganze Macht und Ihre Stärken und Schwächen werden die Stärken und Schwächen Ihres Unternehmens. Wollen Sie wirklich, dass Ihre Unternehmenskultur zu leeren Versprechungen und fehlendem Vertrauen führt?

Es gibt einen besseren Weg

Machen Sie das, was Sie sagen. Wenn Sie Ihre Aufgaben nicht ernst finden, dann hören Sie auf, zu sagen, dass Sie sie machen werden. Sie verschwenden damit sowohl Ihre als auch die Zeit der anderen. Haben Sie keine Angst davor, dass andere Sie dadurch als egoistisch oder gar rücksichtlos wahrnehmen. In der Tat wird genau das Gegenteil der Fall sein: Sie werden Vertrauen und Beziehungen aufbauen, die Sie erfolgreich und glücklicher machen werden.