Von Ingrid Gerstbach

Ein jeder kennt und fürchtet sie: Tage, die schon schlecht anfangen und dann auch noch stark nachlassen. Ist Ihnen aber schon einmal aufgefallen, dass das verdächtig oft Tage sind, an denen es viele Meetings gibt? Und diese ziehen sich auch noch uuuuunglaublich in die Länge...
Vor lauter Meetings kommt niemand mehr dazu, die dort besprochene Arbeiten zu machen geschweige denn zu beginnen.

Der Softwarhersteller Atlassian behauptet sogar in seiner Infografik, dass pro Monat ein Mitarbeiter durchschnittlich an 62 Meetings teilnimmt, wobei die Hälfte davon als reine Zeitverschwendung wahrgenommen wird. Jeder Mitarbeiter verbringt durchschnittlich im Monat 31 Stunden in nicht produktiven Meetings.

Wenn Sie diese Zahlen erschrecken, sollten Sie vielleicht besser nicht weiterlesen... Weiters hat sich nämlich gezeigt, dass von den Meeting-Teilnehmern 91% träumen, 96% das Meeting überhaupt verpassen und 39% während des Meetings schlafen. Es geht aber noch weiter:
45% fühlen sich mit der Anzahl von Meetings, an denen sie teilnehmen, überfordert, 73% lassen es erst gar nicht so weit kommen und machen gleich etwas anderes und 47% beschweren sich, dass Meetings die größten Zeitverschwender auf der Arbeit sind.

Puh. Das sitzt, oder? Was ist aber das Fazit daraus? Einfach keine Meetings mehr abhalten? Wohl kaum, denn für die Arbeit ist es notwendig, dass wir uns mit Kollegen austauschen und z.B. über die neuesten Entwicklungen reden.

Dennoch: Viele Meetings sind unproduktiv, uminspirierend und meistens noch frustrierend. Und das Schlimmste an allem: Die nächste Sitzung wird vermutlich genauso wieder sein.

Meetings sind keine Frontalveranstaltungen

Ein Beispiel, um dem Meeting-Trott zu entfliehen, wäre, einfach mal die Stühle wegzulassen. Dadurch wird ein anderes Setting geschaffen. Statt in der Sitzung gelangweilt herumzulungern, werden die Steh-Meetings kürzer. Die Gelegenheit, gelangweilt am Notebook herumzudrücken oder sich derweilen mit anderen Themen zu beschäftigen, gibt es nicht, wenn man keinen Tisch vor sich hat.  Oder werden Sie fies und drehen Sie spontan Agendapunkte um: So wissen die Teilnehmenden nicht, wann der für sie relevante Punkt besprochen wird, und müssen die ganze Zeit mit ihrer Aufmerksamkeit und nicht nur mit ihrem Körper vor Ort sein.

Es gibt viele Ideen, wie Sie Ihre Meetings für alle Beteiligten produktiver und effizienter gestalten können. Trauen Sie sich und denken Sie mal outside the box!
Welche Ideen fallen Ihnen noch ein?

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